
Wenn du mit dem Fermentieren beginnst, kommt früher oder später eine wichtige Frage auf: Welche Gläser zum Fermentieren eignen sich wirklich für Anfänger?
Vielleicht hast du schon etwas gehört von Mason Jars, Bügelgläsern oder speziellen Gärgläsern – aber welches ist für deinen Start am besten?
Die gute Nachricht: Du brauchst kein teures Equipment. Ein gutes Glas kann dafür sorgen, dass deine Fermente sicher, knusprig und aromatisch werden – ohne Stress und ohne komplizierte Geräte.
In diesem Guide zeige ich dir:
- welche Gläser sich besonders gut zum Fermentieren eignen
- welche Größe du wirklich brauchst
- welche Fehler viele Anfänger machen
- meine persönlichen Empfehlungen
- wann sich Spezialgläser lohnen (und wann nicht)
Warum sind gute Gläser zum Fermentieren so wichtig?
Fermentation ist ein lebendiger Prozess. Milchsäurebakterien verwandeln dein Gemüse in ein haltbares, gesundes und unglaublich leckeres Ferment.
Damit das problemlos funktioniert, braucht es ein dichtes, stabiles Gefäß, das:
- das Gemüse unter der Salzlake hält
- Luft draußen hält
- aber Gärgase entweichen lässt
- leicht zu reinigen ist
- keine schädlichen Stoffe abgibt
Schlechte Gläser führen dagegen zu:
- Schimmelbildung
- unangenehmem Geruch
- weichem, matschigem Gemüse
- und im schlimmsten Fall zu weggeworfenen Fermenten
Deshalb gilt: Das richtige Glas entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg.
Die 5 besten Gläser zum Fermentieren für Anfänger
Hier findest du die Gläserarten, die sich für Anfänger am besten bewährt haben – mit Vorteilen und Nachteilen.
1. Klassische Einmachgläser (Weckgläser)
Die wohl bekanntesten Gläser zum Einkochen eignen sich auch hervorragend zum Fermentieren.
Besonders gut sind Weckgläser oder ähnliche Modelle mit Glasdeckel und Gummiring.
Vorteile:
- sehr stabil
- lebensmittelecht
- leicht zu reinigen
- perfekt für Sauerkraut, Kimchi & Gemüsefermente
- in vielen Größen verfügbar
Nachteile:
- anfänglich etwas umständlich mit Klammern
- bei billigeren Marken kann der Gummiring Gerüche annehmen
Empfohlene Größen:
- 500 ml (kleine Testfermente)
- 1 Liter (Standardgröße für Gemüse)
2. Mason Jars mit Schraubdeckel
Mason Jars sind besonders beliebt, weil sie günstig und vielseitig sind. Für Anfänger perfekt!
Vorteile:
- überall erhältlich
- einfache Handhabung
- ideal für kleine Fermente
- Deckel können für Airlock-Systeme genutzt werden
Nachteile:
- Metalldeckel können im Laufe der Zeit rosten
- müssen gut gereinigt werden
Perfekt für:
Karottensticks, Zwiebeln, Jalapeños, kleine Mischfermente.
3. Bügelgläser (mit Gummiring & Bügelverschluss)
Eines der sichersten Systeme für Anfänger.
Der Vorteil: Überschüssige Gase entweichen automatisch, ohne dass du burpen musst.
Vorteile:
- automatische Gasentlüftung
- sehr robust
- ideal für alle Gemüsearten
- nahezu schimmelfrei
Nachteile:
- etwas teurer
- schwerer als andere Gläser
Tipp:
Lass 2–3 cm Platz nach oben, damit nichts überläuft.
4. Fermentationsgläser mit Airlock-System
Dies sind spezielle Gläser zum Fermentieren mit einem Ventil, das CO₂ entweichen lässt, aber keine Luft hineinlässt.
Vorteile:
- extrem sicher
- fast keine Fehler
- perfekt für Anfänger, die Angst vor Schimmel haben
Nachteile:
- teurer
- zusätzliche Teile (Airlock) müssen gereinigt werden
- Wenn du sehr regelmäßig fermentierst, lohnt es sich langfristig.
5. Große 2-Liter- oder 3-Liter-Gläser für Batch-Fermente
Wenn du bereits ein bisschen Erfahrung gesammelt hast, macht ein größeres Glas Sinn.
Damit kannst du mehrere Portionen gleichzeitig herstellen – ideal für Sauerkraut oder Kimchi.
Vorteile:
- perfekte Fermentationsumgebung
- weniger Risiko als bei kleinen Gläsern
- ideal für große Mengen
Nachteile:
- nehmen viel Platz ein
- schwer, wenn voll
Welche Größe ist die beste für den Start?
Für Anfänger empfehle ich:
- 500–750 ml für kleine Tests
- 1 Liter für Standardfermente
- 2–3 Liter nur bei großen Projekten (z. B. Sauerkraut)
Warum?
Kleine Gläser sind anfängerfreundlich – du brauchst weniger Gemüse und kannst mehrere Sorten parallel testen.
Ein 1-Liter-Glas ist hingegen die optimale Balance für die meisten Rezepte und wird übrigens von den meisten Fermentationsbüchern empfohlen.
Häufige Anfängerfehler bei der Wahl der Gläser
Damit dir nichts schiefgeht, hier die klassischen Fehler:
1. Zu dünnes Glas
Billige Gläser können bei Druck springen.
Beim Fermentieren baut sich Gas auf – deshalb immer robuste Gläser kaufen.
2. Deckel aus schlechtem Metall
Viele Schraubdeckel rosten oder reagieren mit Salzlake.
Wenn du Mason Jars nutzt, achte auf:
- rostfreie Deckel
- oder Deckel mit Silikoneinsatz
3. Zu viel Kopfspace
Wenn du das Glas zu wenig füllst, kann das Gemüse nach oben treiben.
Fülle das Glas zu mindestens 80–90 %.
4. Kein Beschwerer
Besonders am Anfang brauchst du eine Gewichteinlage (Glass Weight), damit alles unter der Lake bleibt.
Welches Glas benutze ich persönlich?
Ich starte fast immer mit 1-Liter-Bügelgläsern.
Sie sind einfach, sicher, zuverlässig und nahezu schimmelfrei.
Wenn du mit Fermentieren für Anfänger beginnst, wirst du mit dieser Variante am schnellsten Erfolg haben.
Weiterführende Links & Ressourcen
Das beste Glas ist das, das du wirklich benutzt
Viele Anfänger denken, sie brauchen spezielles Equipment – aber das stimmt nicht.
Wenn du gute Gläser zum Fermentieren hast, ein bisschen Salz und Neugier, kannst du sofort loslegen.
Wichtig ist: Starte klein, lerne beim Tun und mach es dir leicht.
Wenn du weitere einfache Rezepte, klare Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder Produktempfehlungen möchtest, findest du sie jederzeit auf meinem Blog.
